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Stadtgrün fördert die Gesundheit

Stadtgrün fördert die Gesundheit

25.2.2019

Stadtgrün fördert die Gesundheit

Berufsbedingter Bewegungsmangel, verändertes Freizeitverhalten und eine unausgewogene Ernährung fordern ihren Tribut: In Deutschland sind laut einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen zu dick. Jeder vierte Bundesbürger gilt sogar als adipös (fettleibig).

Das Übergewicht kann schwere Folgen für die Gesundheit haben: Diabetes II, Karies, Gelenkerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall und verschiedene Krebsarten werden zu den Folgeerscheinungen des Übergewichts gerechnet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stellt in ihrem Ernährungsbericht sogar fest, dass 68 Prozent der Todesfälle in Deutschland direkt oder indirekt auf Krankheiten zurückzuführen sind, die von einer falschen Ernährung herrühren.

Das hat weitreichende Folgen: Im deutschen Gesundheitssystem werden zwischen 15 und 20 Milliarden Euro Kosten durch Folgekrankheiten des Übergewichts verursacht. Manche Veröffentlichungen sprechen sogar von über 50 Milliarden Euro jährlich. Damit steht Deutschland allerdings nicht alleine da – in den USA werden die Folgekosten des Übergewichts bereits mehr als doppelt so hoch veranschlagt wie die des Tabakkonsums. Angesichts der weltweiten Gewichtszunahmen forderte die Weltgesundheitsorganisation die Politik zum Handeln auf. Was liegt da näher, als mit einer grünen Umgebung die Lust an der Bewegung zu fördern, mit Spielflächen und Fahrradwegen attraktive Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten zu schaffen?

Nicht alle politischen und administrativen Entscheidungsträger sind sich ihrer Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten in diesem Bereich bewusst. Statt gezielt Grünflächen auszubauen und Bewegungsmöglichkeiten anzubieten, wird immer noch häufig beim öffentlichen Grün gespart. Wo Politik und Verwaltung dagegen über die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Grünräumen aufgeklärt sind, wird vielerorts auch in Zeiten knapper Budgets in Grün investiert.

Hier sind die Städte und Kommunen gefordert, innerstädtische Grünflächen stärker in die Planung einzubeziehen und mit abwechslungsreich strukturierten Grünanlagen attraktive Freizeit- und Erholungsflächen im Siedlungsbereich aufzubauen, denn dass Sport und Bewegung den Energiestoffwechsel ankurbeln, ist hinreichend bekannt. Die Muskulatur wird gekräftigt, die Haltung verbessert, Herz und Kreislauf werden günstig beeinflusst. Obendrein verbessert sich das Körpergefühl; sportlich aktive Menschen fühlen sich oft ausgeglichener und zufriedener.

 

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