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Neue Studie: Umweltatlas für Berlin

Neue Studie: Umweltatlas für Berlin

1.3.2019

Neue Studie: Umweltatlas für Berlin

Der Berliner Senat hat seine Studie zum Thema Umweltgerechtigkeit vorgestellt. Wer mit Lärm lebe und arm sei, leide auch unter schlechter Luft.

Zu den wesentlichen Aufgaben einer aktiven Umweltpolitik gehört es, gesunde Lebensbedingungen für alle Menschen unabhängig ihrer sozialen Lage zu schaffen: im Wohnumfeld, am Arbeitsort und im Freizeitbereich. Schon länger ist bekannt, dass an Orten, an denen sozial Schwächere wohnen, auch die Umweltbelastungen höher sind. Nun hat der Berliner Senat eine neue Studie vorgestellt. In vielen Gebieten Berlins konzentrieren sich demnach Umweltmehrfachbelastungen wie Luftschadstoffe, Verkehrslärm und eine unzureichende Ausstattung mit Grün- und Freiflächen. Gebiete mit einer hohen sozialen Problemdichte sind dabei überproportional durch diese Mehrfachbelastungen betroffen. „Umwelt(un)gerechtigkeit bildet sich im Stadtgebiet auch räumlich ab“, konstatiert Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, in der neu erschienenen Broschüre „Die umweltgerechte Stadt“. „Die ökologische Frage ist auch eine soziale Frage“, so Günther weiter.

Die Berliner Umweltgerechtigkeitskonzeption möchte quartiersbezogene integrierte und ressortübergreifende Strategien, Maßnahmen und Projekte voranbringen. In den Analysen zur Umweltgerechtigkeit vor Ort werden konkrete Belastungsschwerpunkte identifiziert und die Stadt in Hinblick auf Mehrfachbelastungen vermessen. Zu den fünf zu Rate gezogenen Kernindikatoren gehören 1. Luft-, 2. Lärm- und 3. thermische Belastung als Stressfaktoren, 4. die Versorgung mit Grünflächen als Ressource, d.h. als entlastender Faktor, sowie 5. die soziale Problemdichte in einem bestimmten Gebiet.

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Leben innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings stressiger ist als außerhalb. Bewohner der grünen Randgebiete sind geringeren Belastungen ausgesetzt als Bewohner des stark verdichteten Innenstadtkerns. Grün trägt also dazu bei, die Mehrfachbelastungen zu reduzieren.

Quellen: Broschüre „Die umweltgerechte Stadt. Auf dem Weg zu einer sozialräumlichen Umweltpolitik“

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